Biografie

„Musik ist für mich eine Form der Kommunikation, eine eigene Sprache. Das Vokabular besteht aus Tönen. Egal in welchem kulturellen Umfeld man sich befindet, Musik verbindet, erzeugt Freude und lässt Freundschaften entstehen. Die natürlichste, informativste Art der Musik entsteht für mich durch Improvisation, die einen freien Dialog ermöglicht.“

Robert Friedl wurde am 2. Juni 1963 in Salzburg geboren. Im Alter von 24 Jahren schloss er eine klassische Musikausbildung an der Hochschule Mozarteum mit dem Diplom im Konzertfach Klarinette ab.
Engagements in klassischen Orchestern mit Auftritten in Österreich, Großbritannien, Kanada und Italien sowie Konzerte beim Festival für neue Musik in Salzburg und Dresden folgten.

Robert Friedl fand mit der Zeit vor allem auf dem Sopran- und Tenorsaxophon seine eigene Stimme.

In Folge widmete er sich immer mehr der Improvisation und fand seine Herausforderung in anderen Musikstilen, speziell im Jazz. Nationale und internationale Musikpreise folgten, wie ein 1. Preis beim Bundeswettbewerb für klassische Musik in Leoben, ein 2. Solistenpreis bei einem internationalen Jazzwettbewerb und der “1. Österreichische Folkförderpreis" für die Ethnomusik-Gruppe “Kakilambe”.
Zu seinen Lehrern gehörten internationale Größen der Musikszene wie Dave Liebman, Sal Nistico, Bill Dobbins und Herbie Hancock. Durch die Zusammenarbeit mit Alegre Corrêa entstand bei Robert Friedl das Interesse an interkultureller Musik, das für ihn neue musikalische Wege eröffnete.

Die Leidenschaft zur brasilianischen Musik wurde durch das Duo mit dem brasilianischen Gitarristen Pedro Tagliani verstärkt. Die 2002 erschienene CD
" Duets" bezeugt dies sehr eindrucksvoll. In den folgenden Jahren spielte er auch in Brasilien diverse CD-Produktionen ein.
Mit der World-Ethnogruppe "Kakilambe" befasste er sich eingehend mit afrikanisch-orientalischer Musik, speziell mit den bis dato fremden exotischen Skalen und der rhythmischen Vielfalt. CD - "Tiki ti Tiki”.
Musikalische Einflüsse aus sämtlichen Kulturen finden sich insbesondere in der im Eigenverlag erschienenen CD "Tales of  Mystery" wieder. Robert Friedl ist als Multiinstrumentalist auf verschiedensten Instrumenten zu hören.
Er konzertierte auch bei einigen österreichischen Bigbands und spielte bei so renommierten Ensembles wie dem "Austrian Jazzorchestra" unter der Leitung von Erich Kleinschuster, in der "Lee Harper Bigband", als Lead-Altist langjährig in der Lungau Bigband (LBB) sowie bei "Nouvelle Cuisine" (1998 Hans Koller Preis für beste österreichische CD-Bigband-Neuerscheinung) auf zahlreichen internationalen Bühnen. Seit einigen Jahren übernimmt Robert Friedl den „Lead-Altopart" beim Upper Austrian Jazz Orchestra (UAJO) und ist als 2. Altsaxophonist Mitglied bei der international besetzten "Jazz Bigband Graz" (JBG).
Robert Friedl stand bereits mit zahlreichen internationalen Jazzgrößen auf der Bühne. Konzerte mit Diane Schuur, den New York Voices, Take 6, Toninho Horta, Ray Charles, Randy Brecker, Bob Mintzer, Bobby Shew, Slide Hampton, Kenny Wheeler, der Count Basie Bigband und Michael Gibbs seien, um nur einige zu nennen, als bisherige Höhepunkte zu erwähnen.
Er komponiert und arrangiert für kleine Ensembles oder große orchestrale Klangkörper in den verschiedensten Stilrichtungen.
Auf den CD’s “Soulmiles”, “The Monk’s Progress” sowie “Thomas Bernhard groovt oder... des söwe aundas” beweist er sich als auch Bigbandkomponist und Arrangeur in den verschiedensten Sparten des Jazz, Pop und Rock. 2006 entstand zum Mozartjahr die Musik zum erfolgreichen Jugend-Musical “Nannerls Traumreise”. Mit den “4 Sketches for Trombone Quartet” trat er als Komponist auch ins klassische Metier ein.

In Folge diverser internationaler Workshops und einer langjährigen Lehrtätigkeit am „Musikum Salzburg“ geniest Robert Friedl auch als Dozent und Instrumentalpädagoge einen guten Ruf.

Ende 2007 absolvierte er eine intensive Reise nach Rio de Janeiro und Campo Grande (Brasilien) zur musikalischen und pädagogischen Musikfortbildung.

Aktuell ist Robert Friedl wieder in Salzburg.